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Foto: Engagierte Stadt/Henning Schacht

Im Alter kann es schon mal schwer werden; Rasen mähen, Fenster putzen oder auch schon die wöchentliche Einkaufsfahrt werden zu Hürden, die alleine nicht mehr zu bewältigen sind. Oftmals ist eine gegenseitige Nachbarschaftshilfe nicht möglich, weil die Nachbarn auch auf Hilfe angewiesen sind, keine Zeit oder kein Interesse haben.

Der Verein Bürger für Bürger e.V. bietet hierbei Unterstützung. Doch neben dieser Tätigkeit übernimmt die zivilgesellschaftliche Organisation mit dem WEGE – Büro der VG Daun die Koordination der Sorgenden Gemeinschaften.

Was das Ziel ist? – dem demographischen Wandel entgegenzuwirken und ein Umdenken in den Köpfen, Herzen und Händen der Menschen zu bewirken. Es soll sich eine Gesellschaft entwickeln, in welcher sich die Menschen auch als Menschen wahrnehmen und die schlummernden Potentiale jedes Einzelnen geweckt werden.

Durch ehrenamtliches Engagement entsteht eine Gemeinschaft der gegenseitigen Selbstverpflichtung der Bürgerinnen und Bürger. Die Lebensqualität und Lebenszufriedenheit aller Menschen wird stetig gefördert, so dass Jung und Alt in ihrer Heimat bleiben können und wollen.

Bürger für Bürger e.V. bundesweit ausgezeichnet

Um diese Ziele zu unterstützen wird der Verein und die Verbandsgemeinde von dem Programm „Engagierte Stadt“ seit 2015 gefördert. Aus der Zusammenarbeit und dem Austausch mit den anderen 49 ausgewählten Städten entstand im September dieses Jahres das Selbstverständnis, welches alle gemeinsamen Grundsätze, Überzeugungen und Maßnahmen der Engagierten Städte bündelt.

Teile dessen beinhalten die von Anfang an stattfindende trisektorale Zusammenarbeit und die intensive Förderung von Engagement, die zu den wichtigsten Aspekten engagierter Städte gehören.

Eine Kooperation der verschiedenen Akteure auf Augenhöhe, gemeinsame Zielentwicklung und verbindliche Absprachen sind unabdingbar für eine erfolgreiche Zusammenarbeit so Sven Tetzlaff, Sprecher der Steuerungsgruppe.

Die Verabschiedung des Selbstverständnisses ist ein großer Schritt für die Engagierten Städte, doch es wird auch darauf hingewiesen, dass die ganze Arbeit noch nicht getan ist. „Eine weitere Förderung von Engagement und Beteiligung bleibt essentiell“ so ein Sprecher einer Engagierten Stadt, Jochen Beuckers.

Von zentraler Bedeutung seien ebenso die Möglichkeit zur Beteiligung an Entscheidungsprozessen, das Wissen um Anlaufstellen und die Anerkennung von Engagement, laut Marion Zosel-Mohr. Sie ergänzt außerdem, dass der regionale und bundesweite Austausch auf allen Ebenen ebenso wichtig sei, damit die Engagierte Stadt ein bundesweites Lernnetzwerk bleibe